Die Messgröße für den Säure-Basen-Haushalt ist der pH-Wert, der in den verschiedenen Organen und Körper flüssigkeiten wie Blut, Lymphe, Speichel oder Urin sehr unterschiedlich ist. Im Magen herrscht im nüchternen Zustand zum Beispiel ein pH-Wert von 1 bis 2, damit die Nahrung und insbesondere das Eiweiß aufgespalten werden kann. Im Dünndarm liegt der pH-Wert bei 5 bis 6, so dass hier Enzyme zur Kohlehydratverdauung aktiv werden können.
Im Vergleich dazu liegt der pH-Wert in den meisten Körperzellen bei etwa 7 und im Blut bei 7.4: pH-Werte unter 7 gelten dabei eher als sauer, pH-Werte über 7,4 eher als basisch. In verschiedenen Körperflüssigkeiten wie dem Blut muss der pH-Wert konstant gehalten werden, kleinste Verschiebungen können den Stoffwechsel gravierend beeinträchtigen und den Körper belasten. Zur Aufrecht- erhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichtes bedient sich der Körper verschiedener Regulationsmechanismen. Überschüssige Säuren werden zum Beispiel im Blut über Hydrogencarbonat abgepuffert, mit dem Kohlendioxid über die Lungen ausgeatmet oder mit dem Harnstoff über die Niere ausgeschieden. Einen ersten Anhalt, ob Ihr Körper wohlmöglich übersäuert, können sie durch Messung Ihres Urin-pH-Wertes bekommen.
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